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Arbeitstag im Home-Office – Erfahrungen unserer Auszubildenden

LeonBrügge & Lennart Hagel

Die Corona Situation hat sehr kurzfristig in allen Branchen für Umstrukturierungen gesorgt. Auch bei RHAPSODY® wurden frühzeitig alle Mitarbeiter in das Mobile Office geschickt. Unsere beiden Auszubildenden Leon und Lennart berichten im Interview von ihren Erfahrungen im Home-Office und wie sie die veränderte Situation wahrgenommen haben.  

Seit wann habt ihr im Home-Office gearbeitet und wie hat bei euch die technische Umstellung funktioniert? 

LeonIntern wurden wir sehr frühzeitig von der Geschäftsführung auf unterschiedliche, mögliche Szenarien vorbereitet. Am 13. März wurde dann endgültig entschieden, dass sicherheitshalber die nächsten Wochen von zu Hause gearbeitet wird. Auch wir Azubis waren dann ab dem 16.03.2020 im Home-Office. Dank der vorherigen Vorbereitung hat die Umstellung fast reibungslos funktioniert. Wir konnten die notwendige Hardware mitnehmen, wie z.B. einen zweiten Bildschirm, und es wurden alle technischen Voraussetzungen geschaffen, wie z.B. VPN-ZugängeRückblickend lässt sich feststellen, dass die Umstellung gut und schnell funktioniert hat.     

Lennart Genau, auch ich habe die Umstellung als sehr flexibel und unkompliziert wahrgenommen. Wir Azubis haben zuvor nicht im Home-Office gearbeitet, d.h. alle Voraussetzungen mussten neu eingerichtet werden. Das Telefon wurde z.B. über einen Voice-Over-IP Client eingerichtet, sodass man direkt per Headset das Telefon besetzen konnte. Hier war die reibungslose Umstellung besonders für die externe Kommunikation wichtig. Intern haben wir viel über Teams kommuniziert, entweder schriftlich im Chat oder per Video-Konferenz.  

 

Wie kommuniziert ihr im Home-Office am liebsten mit euren Kollegen? 

Leon:  Das kommt bei mir immer ganz auf die Situation an. Wenn ich etwas direkt wissen muss kommuniziere ich natürlich per Videoanruf, das Format ist etwas persönlicher und auch komplizierte Fragen lassen sich schnell lösen. Besonders bei unseren täglichen Besprechungen, wie das Daily, macht die Video-Konferenz natürlich am meisten Sinn.  
Dennoch kommuniziere ich auch viel via. Chat, damit ich die anderen nicht aus der Arbeit reiße oder zu stark ablenkeDie telefonische Kommunikation erfolgt nur mit Kunden. 

Lennart Ich bevorzuge ganz klar die Videoanrufe. Der persönliche Kontakt hat mir schon stark gefehlt, sodass man über Video-Konferenzen die Kollegen wenigstens sehen konnte. Das macht es gleich persönlicher. Funktionen, wie z.B. den Bildschirm zu teilen, machen den Austausch außerdem viel einfacher. 

 

 Was sind für euch die größten Vor- & Nachteile vom Home-Office? 

Leon Ein Vorteil ist in meinen Augen der kurze “Arbeitsweg”, d.h. ich konnte morgens länger schlafen und musste mich nicht durch den morgendlichen Verkehr quälen. Bei uns zu Hause gefiel mir außerdem die ruhigere Umgebung, da z.B. im Hintergrund keine weiteren Personen telefonieren. Besonders die Vorteile von digitalen Kommunikationsmöglichkeiten sind mir während dieser Zeit nochmal deutlicher bewusst geworden, z.B. wie einfach man mit Teams intern aber auch extern kommunizieren und sich austauschen kann.  

Als Nachteil musste ich feststellen, dass man zu Hause dann doch nochmal schnell von privaten Dingen oder Ereignissen abgelenkt wird. Es klingelt mal an der Tür, weil der Postbote ein Paket vorbei bringt oder plötzlich rennt der Hund in das Arbeitszimmer. Da lässt sich eine Ablenkung natürlich kaum vermeiden. Außerdem fehlte mir der menschliche Kontakt, welches aber natürlich durch die Isolation der Corona Situation verstärkt wahrgenommen wurde.  

Lennart Ich habe ebenfalls die ruhigere Umgebung als positiv wahrgenommen. Wie bereits oben geschrieben, finde ich die Kommunikation mit Videoanrufen und der Bildschirmübertragung sehr praktisch, es lassen sich super schnell Fragen mit Kollegen oder Kunden lösen.  

Allerdings fehlte mir natürlich auch der direkte Kontakt mit Kollegen, über den langen  Zeitraum im Home-Office wurde mir das richtig deutlich. Da die Fahrtwege wegfallen und alles am PC stattfindet, hat man auch viel weniger Bewegung am Arbeitsplatz. 

 

Gab es aufgrund des Home-Office neue Konflikte? z. B. mit der Familie, Ablenkung etc 

Leon Ich habe in der ersten Zeit versucht aus meinem “Zimmer” zu arbeiten, dies allerdings schnell verworfen und mir ein Arbeitszimmer in der alten Wohnung meines Großvaters eingerichtet. Das war eine super Entscheidung, denn dann hatte ich wieder eine räumliche Trennung. Zudem habe ich natürlich versucht so wenig wie möglich am allgemeinen Alltag zu Hause teilzunehmen. Ich bin aber der Meinung, dass man das nie zu 100% machen kann, man ist ja schließlich doch zu Hause. Wenn morgens niemand zu Hause war und es mal an der Tür geklingelt hat, fühlte man sich natürlich in der Verantwortung. 

Lennart Ich habe mich mit meiner Familie am Anfang abgesprochen, dass hat im Großen und Ganzen dann auch gut funktioniert.  

 

Habt ihr euch an feste Zeiten gehalten, wie Pausenzeiten? Wie habt ihr es geschafft,den notwendigen Abstand zwischen Freizeit und Arbeit zu halten? 

Leon: Wir haben beide die normalen Bürozeiten genutzt. Wie im Büro auch, hat die Freizeit immer erst ab 17:15 Uhr angefangen. Ich habe den Abstand dadurch hergestellt, dass ich das Zimmer indem ich gearbeitet habe, außerhalb der Arbeitszeiten nicht aufgesucht habe. Das war auf jeden Fall ein klarer Vorteil und hat den nötigen Abstand zwischen Privat- & Arbeitsleben gebracht.  

Lennart Ich hatte leider keinen wirklichen Raumwechsel, sodass mir das Abschalten nach dem Feierabend schon schwieriger fiel.  

 

Wie ist die Berufsschule aktuell organisiert? 

Leon Meine Klasse ist extrem klein, weshalb der normale Unterricht, natürlich mit Abstand und Hygienekonzept seitens der Schule, weiterläuft.  

Lennart Wir haben jeden Freitag in zwei nebeneinander liegenden Räumen Unterricht mit einem Lehrer pro Fach, dabei ist sichergestellt das nicht mehr als 10-15 Leute im Raum sind. 

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