Warum Freiheit für mich wichtiger ist als Geld – mit Stefan Salamon (#214)

Autor: Jana Bursy

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Podcast Handelsvertreter Heroes

4 Min. Lesezeit

Warum Freiheit für mich wichtiger ist als Geld – mit Stefan Salamon (#214)

📌 Die 5 wichtigsten Learnings aus der Folge

  • Freiheit ist für viele Handelsvertreter wichtiger als Geld. Für Stefan Salamon ist Selbstbestimmung der zentrale Erfolgsfaktor seines Berufslebens.
  • Diversifikation reduziert Risiken. Mehrere Provisionsgeber, unterschiedliche Märkte und verschiedene Länder sorgen für Stabilität.
  • Kaltakquise bleibt eine wertvolle Schule. Der erste Auftrag direkt am ersten Arbeitstag wurde zum Fundament einer über 30-jährigen Karriere.
  • KI spart Zeit bei Routinen. Besonders administrative Aufgaben lassen sich heute deutlich effizienter erledigen.
  • Wer langfristig erfolgreich bleiben will, muss neugierig bleiben. Auch mit über 60 investiert Stefan kontinuierlich in Weiterbildung und neue Technologien.

Vom ersten Auftrag direkt in die Selbstständigkeit

1992 startet Stefan Salamon als Handelsvertreter.

Ohne Kunden.

Ohne bestehendes Netzwerk.

Ohne Navi.

Und ohne die digitalen Hilfsmittel, die heute selbstverständlich sind.

Die Kundensuche erfolgt damals über Gelbe Seiten, Telefonbücher und persönliche Recherche vor Ort.

Trotzdem gelingt ihm direkt am ersten Arbeitstag sein erster Auftrag.

Ein Erfolgserlebnis, das ihm früh zeigt, dass Vertrieb genau sein Weg sein könnte.

„Für mich war Kaltakquise fast etwas Sportliches.“

Während viele Vertriebler die Akquise als Belastung empfinden, sieht Stefan darin eine persönliche Herausforderung.

Der Wettbewerb findet vor allem mit sich selbst statt.

Warum Freiheit wichtiger ist als Einkommen

Nach seinem BWL-Studium landet Stefan eher zufällig im Vertrieb.

Schnell merkt er jedoch, dass die Selbstständigkeit perfekt zu ihm passt.

Nicht wegen des Geldes.

Sondern wegen der Freiheit.

„Meine Freiheit ist mein größtes Gut.“

Diese Aussage beschreibt eine Denkweise, die viele erfolgreiche Handelsvertreter teilen.

Selbst entscheiden.

Selbst gestalten.

Selbst Verantwortung übernehmen.

Für Stefan ist genau diese Unabhängigkeit bis heute einer der wichtigsten Gründe, warum er seinen Beruf liebt.

Die Parfümeriebranche verändert sich ständig

Seit mehr als drei Jahrzehnten betreut Stefan vor allem inhabergeführte Parfümerien.

In dieser Zeit erlebt er zahlreiche Veränderungen.

Besonders spannend war der Boom der sogenannten Nischendüfte.

Junge Zielgruppen entwickelten plötzlich eine enorme Begeisterung für exklusive Düfte.

Social Media verstärkte diesen Trend zusätzlich.

Viele inhabergeführte Parfümerien konnten dadurch Umsätze gewinnen, die bei klassischen Markenprodukten verloren gingen.

Doch Märkte verändern sich.

Und genau deshalb suchen viele Geschäfte heute nach neuen Sortimenten.

Mode.

Accessoires.

Lifestyle-Produkte.

Produkte, die zusätzliche Kaufanreize schaffen und neue Zielgruppen ansprechen.

Diversifikation schützt vor schlaflosen Nächten

Ein Thema zieht sich durch die gesamte Folge:

Risikomanagement.

Stefan hat in seiner Karriere mehrfach erlebt, wie wichtig es ist, nicht von einzelnen Unternehmen abhängig zu sein.

Insolvenzen.

Verkäufe von Firmen.

Strategiewechsel.

All das kann von heute auf morgen massive Auswirkungen auf die eigenen Einnahmen haben.

Deshalb arbeitet er heute bewusst mit mehreren Unternehmen zusammen.

Zusätzlich betreut er Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

„Irgendwo geht immer etwas.“

Diese breite Aufstellung hat ihm unter anderem während der Corona-Zeit geholfen, schwierige Phasen deutlich besser zu überstehen.

Warum Austausch für Handelsvertreter so wichtig ist

Viele Handelsvertreter arbeiten allein.

Genau darin liegt oft eine große Herausforderung.

Es fehlt der regelmäßige Austausch.

Neue Ideen entstehen häufig nur zufällig.

Stefan beschreibt, wie wichtig deshalb der Kontakt zu anderen Unternehmern geworden ist.

Besonders spannend:

Die wertvollsten Impulse kommen nicht zwangsläufig aus der eigenen Branche.

Oft entstehen neue Perspektiven durch Gespräche mit Menschen aus völlig anderen Märkten.

Maschinenbau.

Industrie.

Technik.

Oder Konsumgüter.

Die Produkte unterscheiden sich.

Die Herausforderungen im Vertrieb häufig nicht.

KI wird zum echten Produktivitätshebel

Obwohl Stefan bereits seit über 30 Jahren im Vertrieb tätig ist, beschäftigt er sich intensiv mit künstlicher Intelligenz.

Nicht aus technischer Spielerei.

Sondern aus praktischen Gründen.

Besonders bei wiederkehrenden Aufgaben spart KI inzwischen wertvolle Zeit.

Ein Beispiel:

Bestellungen kommen per PDF.

Früher mussten die Daten manuell in verschiedene Systeme übertragen werden.

Heute unterstützt KI dabei, diese Informationen automatisch aufzubereiten und weiterzuverarbeiten.

„Ich frage mich manchmal, woher ich plötzlich die Zeit nehme.“

Genau darin liegt für viele Handelsvertreter aktuell eine große Chance.

Nicht mehr arbeiten.

Sondern smarter arbeiten.

Lernen endet nicht mit 60

Ein besonders inspirierender Aspekt dieser Folge:

Stefan ist heute 63 Jahre alt.

Und denkt trotzdem nicht ans Aufhören.

Im Gegenteil.

Er besucht Weiterbildungen.

Beschäftigt sich mit KI.

Tauscht sich aktiv mit anderen Unternehmern aus.

Und hinterfragt regelmäßig seine eigenen Prozesse.

„Eigentlich möchte ich immer der Beste sein.“

Nicht aus Perfektionismus.

Sondern aus dem Wunsch heraus, relevant zu bleiben und sich weiterzuentwickeln.

Genau diese Haltung macht langfristigen Erfolg möglich.

Fazit: Anpassungsfähigkeit schlägt Erfahrung allein

Stefan Salamon zeigt eindrucksvoll, dass Erfolg im Vertrieb nicht allein auf Erfahrung basiert.

Entscheidend ist die Bereitschaft, sich immer wieder neu auf Veränderungen einzulassen.

Neue Produkte.

Neue Märkte.

Neue Technologien.

Und neue Denkweisen.

Wer neugierig bleibt, Risiken bewusst steuert und bereit ist, kontinuierlich zu lernen, schafft die Grundlage für langfristigen Erfolg – unabhängig davon, ob er gerade am Anfang seiner Karriere steht oder bereits seit über drei Jahrzehnten im Vertrieb unterwegs ist.

🎧 Jetzt reinhören: Digital Talk Folge 214

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